Ein Handwerk, das nicht ausstirbt.
Es gibt in Deutschland keine Krise des Handwerks. Es gibt eine Krise der Weitergabe.
Das Können ist nicht weniger geworden, der Wert nicht geringer. Im Gegenteil: er war nie höher als heute, wo es überall fehlt. Was fehlt, sind die Jüngeren, an die man es weiterreicht. Da stehen Betriebe, die ein Menschenleben lang Bestand hatten, und finden keinen mehr, dem sie ihr Werkzeug in die Hand geben könnten. Sie sagen Aufträge ab. Nicht aus Mangel an Arbeit, sondern an Händen, die sie verrichten.
Das gilt als Schicksal. Es ist keines. Es ist ein Irrtum darüber, wo die Menschen sind.
Denn sie sind da — nur nicht hier. In Ländern, deren Namen hierzulande selten fallen, werden junge Leute zu ausgezeichneten Handwerkern herangebildet. Sie beherrschen ihr Fach, sie suchen die Arbeit, und sie wären bereit, ein ganzes Leben dafür über das Meer zu setzen. Was ihnen fehlt, ist nicht Begabung und nicht Wille. Es ist eine Brücke — von dem, was sie können, zu dem, was ein deutscher Betrieb verlangt. Diese Brücke zu errichten, Stein für Stein, ist unsere ganze Arbeit.
Der entscheidende Satz ist dieser: Wir vermitteln niemanden. Wir bilden aus.